Ein Digital Garden ist ein Begriff, der im Umfled von Obsidian häufiger auftaucht. Er bezeichnet eine öffentlich zugängliche Sammlung von Notizen, Gedanken und Ideen, die bewusst unfertig und im Wachstum begriffen ist. Ein Digital Garden grenzt sich von einem klassischen Blog ab, der eher chronologisch aufgebaut ist. Fertige Artikel werden in einem Blog zu bestimmten Zeitpunkten veröffentlicht, im Gegensatz zu einem Digital Garden, der ein lebendiges Netz aus Notizen ist, das ständig weiterentwickelt wird, ohne dass einzelne Einträge je als “fertig” gelten müssen.

Die Metapher ist dabei Programm: Ein Garten wird gepflegt, nicht publiziert. Manche Pflanzen sind Setzlinge, andere ausgewachsen, und der Gärtner entscheidet selbst, was wann wie weit gedeihen soll. Übertragen auf Wissen bedeutet das: Auch eine halbfertige Notiz oder eine lose Idee hat ihren Platz, solange sie ehrlich als solche gekennzeichnet ist.

Der Begriff wurde vor allem durch den Entwickler und Schreiber Maggie Appleton geprägt, die das Konzept ausführlich dokumentiert und selbst einen vielbeachteten Digital Garden betreibt. In der Obsidian-Community ist der Begriff eng mit der Frage verknüpft, wie und ob man seinen Vault veröffentlicht. Wer seinen Vault mit Quartz oder Obsidian Publish als Website publiziert, baut im Grunde einen Digital Garden, auch wenn er ihn nicht so nennt, so wie ich mit meinem ObsidianGuide. Hier noch der Link ui Maggies Appleton Artikel: Maggie Appleton: A Brief History & Ethos of the Digital Garden.