Workspaces, auf deutsch Arbeitsbereiche, ist eine Core Erweiterung von Obsidian, mit der du die komplette Anordnung deines Arbeitsfensters unter einem Namen speichern und später jederzeit wiederherstellen kannst. Gespeichert wird dabei alles was das Layout ausmacht, also welche Notizen in welchen Tabs und Fensterbereichen geöffnet sind, wie die Bereiche aufgeteilt sind und welche Panels in den beiden Side-Panels ein oder ausgeklappt sind.
Der praktische Nutzen liegt darin, dass du für unterschiedliche Tätigkeiten unterschiedliche Umgebungen brauchst. Zum Schreiben eines Artikels willst du vielleicht nur die Notiz im Vollbild und eine Gliederung daneben, für die Recherche dagegen mehrere Quellnotizen nebeneinander und die Suche in der Seitenleiste, und für die Wochenplanung ein Dashboard mit deinen Aufgaben. Statt diese Anordnungen jedes Mal neu zusammenzuklicken, speicherst du sie einmal als Workspace und rufst sie danach mit einem Befehl wieder auf.
Da Workspaces eine Core Erweiterung ist, musst du nichts installieren, sondern sie nur unter Einstellungen → Core-Erweiterungen → Workspaces aktivieren. Danach stehen dir in der Befehlspalette mehrere neue Befehle zur Verfügung. Mit Workspaces: Layout speichern sicherst du die aktuelle Anordnung unter einem frei wählbaren Namen, mit Workspaces: Workspace-Layout laden stellst du einen gespeicherten Zustand wieder her. Zusätzlich gibt es den Befehl Workspaces: Workspace-Layouts verwalten, der ein kleines Fenster öffnet, in dem du alle gespeicherten Layouts siehst, laden, überschreiben oder löschen kannst. Das gleiche Fenster erreichst du auch über ein Icon im linken Side-Panel.
Wichtig zu wissen ist, dass ein Workspace ein Schnappschuss ist und nicht automatisch aktualisiert wird. Wenn du ein geladenes Layout veränderst, etwa andere Notizen öffnest oder Bereiche verschiebst, bleiben diese Änderungen nur so lange erhalten bis du den Workspace erneut lädst. Möchtest du den veränderten Zustand behalten, musst du ihn ausdrücklich noch einmal unter demselben Namen speichern. Das kann anfangs irritieren, ist aber auch eine Stärke, denn so kannst du in einem Workspace beliebig herumprobieren und kehrst mit einem einzigen Befehl immer wieder zu deinem sauberen Ausgangszustand zurück.
Workspaces speichern übrigens das Layout, nicht den Inhalt. Die Notizen selbst bleiben davon unberührt, es geht ausschließlich darum, was wo auf dem Bildschirm angezeigt wird.