Versteckte Dateien bearbeiten
Der .obsidian Ordner ist auf allen drei großen Betriebssystemen standardmäßig versteckt, weil Ordner und Dateien, deren Name mit einem Punkt beginnt, vom System als Konfigurationsdateien behandelt werden und im Dateimanager nicht angezeigt werden sollen. Um die types.json oder andere Dateien dort zu bearbeiten, musst du sie zunächst sichtbar machen oder direkt im Terminal darauf zugreifen.
macOS
Im Finder gibt es die Tastenkombination cmd + shift + . (Punkt), die versteckte Dateien ein- und wieder ausblendet. Sobald du sie eingeblendet hast, erscheint der .obsidian Ordner ausgegraut in deinem Vault-Verzeichnis und du kannst ihn wie jeden anderen Ordner öffnen. Die types.json lässt sich dann mit einem Doppelklick in einem Texteditor öffnen, sofern du einen als Standardprogramm für JSON-Dateien gesetzt hast, oder du ziehst sie auf einen Editor deiner Wahl, etwa BBEdit, Visual Studio Code oder Zed.
Im Terminal ist es noch direkter. Du navigierst mit cd in deinen Vault und öffnest die Datei dann mit einem Befehl wie:
open -a "Visual Studio Code" .obsidian/types.jsonOder du bearbeitest sie direkt im Terminal mit nano oder vim.
Linux
Auch hier gilt die Punktregel. In den meisten grafischen Dateimanagern, etwa Nautilus unter GNOME oder Dolphin unter KDE, blendet die Tastenkombination ctrl + h versteckte Dateien ein und wieder aus. Den Rest erledigst du wie auf macOS: Ordner öffnen, Datei in einem Texteditor bearbeiten.
Im Terminal funktioniert alles genauso wie auf macOS, da beide Systeme auf Unix basieren.
Windows
Windows kennt den Punkt-Mechanismus nicht auf die gleiche Weise, aber der .obsidian Ordner kann trotzdem ausgeblendet sein, weil Windows Ordner mit dem Attribut „Versteckt” versehen kann. Im Explorer blendest du versteckte Elemente über Ansicht ein, entweder im Menüband oder unter Ansicht > Anzeigen > Ausgeblendete Elemente. Danach ist der Ordner sichtbar und du kannst die types.json mit dem Editor deiner Wahl öffnen, etwa Visual Studio Code oder dem einfachen Notepad.
Im Terminal, also in der PowerShell oder der Eingabeaufforderung, erreichst du die Datei direkt:
code .obsidian/types.jsonVorausgesetzt, code ist als Befehl verfügbar, was bei einer Standard-Installation von Visual Studio Code der Fall ist.
Ein Hinweis zum Bearbeiten von JSON-Dateien
Die types.json und andere Dateien im .obsidian Ordner sind einfache Textdateien im JSON-Format. Solange du die Struktur nicht beschädigst, also geschweifte Klammern und Anführungszeichen korrekt setzt, kannst du sie gefahrlos bearbeiten. Ein Editor mit Syntaxhervorhebung hilft dabei, Fehler zu vermeiden. Obsidian liest die Dateien beim nächsten Start neu ein, du musst die App also gegebenenfalls neu starten, damit Änderungen wirksam werden.
Willst du, dass ich den Ton noch anpasse, etwa kürzer, oder soll ich einen bestimmten Editor stärker hervorheben?