XML (Extensible Markup Language) entstand 1998 als vereinfachter Nachfolger von SGML. Wo SGML eine Metasprache war, um beliebige Markup-Sprachen zu definieren, bot XML dasselbe Prinzip in einer schlankeren, webfreundlicheren Form. Der entscheidende Unterschied zu HTML: XML hat keine vordefinierten Tags. Man definiert sie selbst, je nach Anwendungsfall. Ein Buchhändler kann <isbn> und <preis> definieren, ein Arzt <diagnose> und <medikament>.
XML wurde schnell zum Standard für den Datenaustausch zwischen Systemen und steckt bis heute in vielen Dateiformaten, die man täglich benutzt, ohne es zu wissen: Microsoft Word speichert intern als XML, EPUB-E-Books basieren darauf, und auch RSS-Feeds, über die Nachrichtenleser und Podcatcher funktionieren, sind XML.
Für menschliches Schreiben war XML aber genauso ungeeignet wie HTML, eher noch mehr, weil die Strenge des Formats wenig Spielraum ließ. Auch das trug dazu bei, dass der Wunsch nach einer Markup-Sprache wuchs, die sich einfach wie normaler Text schreibt, was schließlich zu Markdown führte. (Wikipedia)