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Electron

Electron ist ein Framework, mit dem Desktop-Programme wie Obsidian entwickelt werden – aber nicht in einer klassischen Programmiersprache wie C++ oder Swift, sondern mit Web-Technologien: also HTML, CSS und JavaScript. Im Grunde funktioniert ein Programm, das in Electron läuft, wie eine eigene kleine Webseite, die in einem Browser-Fenster läuft – nur dass dieses „Browser-Fenster“ wie eine richtige App aussieht.

Dank Electron brauchen die Entwickler von Obsidian ihren Code nur einmal zu schreiben, und er läuft dann auf Windows, macOS und Linux – ohne dass drei komplett getrennte Versionen gepflegt werden müssen. Das spart viel Zeit und Ressourcen und ermöglicht schnelle, gleichzeitige Updates für alle Plattformen.

Auch wenn der Code überall gleich ist, wird die App für jedes Betriebssystem getrennt ausgeliefert – mit jeweils eigener „Verpackung“ (Installer) und leicht unterschiedlichen Eigenheiten. Unter macOS nutzt Obsidian z. B. andere Tastenkürzel und speichert seine Daten in anderen Ordnern als unter Windows.

Ein Nachteil ist, dass jede Electron-App quasi einen ganzen Mini-Browser (Chromium) mit sich bringt, daher sind solche Programme oft größer im Speicherbedarf und langsamer beim Starten als speziell für ein Betriebssystem entwickelte Apps. Dennoch überwiegen für viele moderne Tools wie Obsidian die Vorteile – vor allem die plattformübergreifende Entwicklung und einfache Erweiterbarkeit durch Plugins.