URI-Schemata
Ein URI-Schema bildet den ersten Teil einer Adresse im Netz. Es steht vor einem Doppelpunkt und dient als Hinweis darauf, welche Anwendung den folgenden Text interpretieren soll. Das Betriebssystem oder der Browser nutzt diese Information, um eine Adresse dem richtigen Programm zuzuordnen. Eine https-Adresse wird dem Webbrowser übergeben, eine mailto-Adresse dem Mailprogramm, eine tel-Adresse der Telefonfunktion eines Geräts. Schemata wie https verweisen auf einen Server im Netz, während andere wie mailto oder data direkt eine bestimmte Aktion oder lokale Ressource meinen.
Ein Schema ist kein Protokoll, sondern ein Zuordnungsschlüssel. Die Plattform entscheidet anhand dieser Kennung, welche App zuständig ist. Moderne Systeme erlauben es Anwendungen, eigene Schemata zu registrieren und damit Funktionen bereitzustellen, die über klassische Webadressen hinausgehen.
In diesem Umfeld taucht oft der Begriff URL auf. Eine URL ist eine bestimmte Art von URI, die nicht nur das Schema enthält, sondern zusätzlich den Ort einer Ressource beschreibt. Sobald also ein Hostname, ein Pfad oder Parameter Teil der Adresse sind, spricht man von einer URL. Viele kurze URIs wie mailto:info@example.com besitzen keinen solchen Ortsbezug und bleiben deshalb reine URIs.
URI-Schemata sind damit der Ausgangspunkt jeder Adresse. Sie sorgen dafür, dass Geräte und Programme dieselbe Zeichenkette richtig einordnen und an die passende Anwendung weitergeben können.